
Abgesehen von der Prachtentfaltung im Schlossinneren, die noch durch saisonal angepasste und extravagante riesige Blumenarrangements unterstrichen wird, ist dieser Ort auch reichlich geschichtsträchtig. Im Zweiten Weltkrieg etwa markierte der Fluss Cher die Demarkationslinie des deutsch besetzten und des freien Frankreich. Die Nazis hatten am Nordufer permanent eine Geschützbatterie postiert, die das Schloss im offenen Konfliktfall in Schutt und Asche legen sollte. Der modernen Legende nach gelang es während dieser dunklen Zeit der französischen Resistance immer wieder, Menschen aus dem deutsch besetzten Norden durch die Hintertür des flussüberspannenden Schlosses in den freien Süden zu schmuggeln.