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Asia, Travel architecture, Asia, customs, Dubai, Gastarbeiter, labour migration, public transport, traffic, VAE
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Keine Angst, so düster ist Dubai nicht. Das Boot, das hier im Gegenlicht antuckert, ist ein(e?) Abra, eine der traditionellen kleinen Fähren, die auf dem Dubai Creek kreuzen und die beiden ältesten Stadtteile Deira und Bur Dubai auf dem kürzesten Weg miteinander verbinden.

Die Überfahrt kostet 20 Cent, man sitzt zusammen mit nicht mehr als 19 anderen Passagieren Rücken an Rücken auf der Abdeckung des Dieselmotors und hat den Meeresarm, der sich kilometerweit in die ehemals sandige und heute urbane Wüste erstreckt innerhalb von wenigen Minuten überquert. Wenn man allerdings ein Boot mit etwas altersschwachem Motor erwischt, kann die Reise auch mal mehr als 20 Minuten dauern…

Mein erster Tag in Dubai war Freitag – der Tag des wöchentlichen Freitagsgebets. Dummerweise sind am Freitag außerhalb der Shopping Malls auch viele Geschäfte geschlossen, weil dieser Wochentag nach dem Mittagsgebet unserem Sonntag gleichkommt. Für viele der unzähligen Arbeitsmigranten ist das unabhängig von ihrer Religion auch der freie Tag. Die indischen Kollegen haben sich hier eine der wenigen zentralen Grünflächen angeeignet.

Die Türme im Hintergrund waren einst Teil jedes traditionellen Hauses hier, das etwas auf sich hielt und dienten als natürliche Klimaanlagen. Die Bezeichnung Windturm bezeichnet genau das, was diese Zweckgebäude tun: Sie fangen den Wind ein und leiten in als kühlenden Luftzug in die darunter liegenden Räume. Hier sind diese Türme abgesehen von der tourismusorientierten Identitätsstiftung nahezu zweckfrei, wenn man einmal davon absieht, dass sich in einem der Türme ein Aufzug versteckt, der zur U-Bahn hinabführt.