
Ein Schaufenster in Brandenburg, kitschig, aber auf der Höhe der Zeit…
Beim Stadtrundgang in der ostersonntäglichen Kälte gab es immer wieder Hinweise auf die unerwartete avandgardistische Vergangenheit und verschiedene wirtschaftliche Blütezeiten der Stadt. So florierte hier seit dem späten Mittelalter die Herstellung eines Barchent genannten und für damalige Verhältnisse sehr modernen Stoffes aus einer Leinen-Baumwollmischung, der reines Leinen ablöste.
Und seit Ende des 19. Jahrhunderts feierte hier ein gewisser Ernst August Lehmann aus Berlin mit seiner Fabrikation von mechanischen Blechspielzeugen internationale Erfolge. Seine extravagante Jugendstilvilla steht noch heute in der Plauer Straße und beherbergt – wie könnte es anders sein – einen Teil der Stadtverwaltung.