Prolog
Der letzte Beitrag in meinem Blog liegt nun auch schon wieder zehn Monate zurück (obwohl ich ihn viel später geschrieben und hochgeladen habe). Zwischen jenem wetterfühligen Beitrag aus der Bretagne und heutigen ersten Bericht über die jüngste Reise liegen noch Besuche in Xiamen, im Kreis Nanping, auf der taiwanesischen Insel Jinmen, in Quanzhou, in den Taimu und Wuyi Bergen, in Yiwu, Guangzhou, Hongkong, in Taiwan und Singapur. Aus all diesen Orten gibt es interessante Geschichten und Bilder. Aber es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich dazu komme, das alles nachzutragen. Zunächst will ich aber unsere jüngste Reise nach Südfrankreich und vor allem Korsika verarbeiten, solange die Eindrücke noch einigermaßen frisch sind.

Erste Station Menton
Angereist über Nürnberg, Freiburg und das norditalienische Aosta Tal war Menton unsere erste Station in Frankreich. An der Côte d’Azur waren wir zuvor noch nie so weit östlich Richtung Italien vorgedrungen. Zu widersprüchlich war der Ruf, der diesem Städtchen eigen ist: einer der itaienischsten aller französischen Orte, faszinierend an die Hänge der Berge geklebt, die hier direkt bis ans Mittelmeer reichen, Ort mit dem höchsten Anteil an Rentnern in ganz Frankreich – 30% der Einwohner!

Menton ist aber auch und vor allem die Stadt der exotischen Gärten! Diese Gärten waren denn auch der Grund für unseren Besuch. Allgemein vom Klima begünstigt gedeihen hier überall nicht nur diverse Zitrusfrüchte, für die die Region berühmt ist.In den geschützten Tälern und Einschnitten der Berge entlang der Küste bieten jeweils ein spezifisches Mikroklima, das besonders subtropischen Pflanzen eine neue Heimat gibt. Ausgerechnet ein paar Engländer, die zunächst als Touristen die südfranzösische Küste erobert hatten und sich dann auch in kleineren Zahlen hier niederließen, legten Anfrang des letzten Jahrhunderts wohl den Grundstein für den heutigen Ruf Mentons als Stadt der exotischen Gärten.

Und ganz nebenbei kann man im Casino Barrière, dem Spielkasino der Stadt, ganz hervorragend und noch dazu sehr günstig essen. Die Brasserie Colombale macht mit dem dreigängigen Mittagsmenü für 22 Euronen ein unwiderstehliches Angebot. Unsere Auswahl:
À l’entrée
Terrine de chèvre, chutney de tomates confites, asperges vertes, réduction balsamique:

Cannelloni de saumon, avocat et tomate, huiles d’herbes:

Nos plats principaux
Filet de canette, abricot sauté au romarin, jus salé sucré, polenta frite:

Filets de rougets de nos côtes poêlés, tatatouille Mentonnaise, caviar d’aubergines:

Notre dessert
Tarte citron yuzu meringuée:

Bon appetit!