
An unserem ersten Nachmittag in Rom wanderten wir ziellos durch die Innenstadt, um zunächst unabhängig von allen Reiseführern ein Gefühl für die Stadt zu entwickeln. Die erste Kirchentür, die wir öffneten, führte uns ahnungslos gleich in die Mutterkirche des 1534 gegründeten Jesuitenordens. 1584 geweiht wurde sie mit der Ausdehnung der Macht des Ordens zum Vorbild für barocke Kirchenbauten quer durch Europa. Das gilt nicht zuletzt für das Spiel mit der räumlichen Darstellung in der Decknmalerei dieses Prunkbaus. Die Illusion von Licht, Schatten und Raum ist so perfekt, dass man beim Betrachten häufig nicht zwischen zweidimensionaler Malerei und dreidimensionaler Skulptur unterscheiden kann.



