Das Restcamp im Agulhas National Park ist ein perfekter Rückzugsort. Die Zivilisation kann man weit hinter sich lassen. Wer braucht hier schon Satellitenfernsehen, auch wenn das zum Komfort der „Strandhütten“ im Nationalpark gehört?

Meerumtost findet man sich in einer nahezu unberührten Landschaft südafrikanischer Küstenheide.

Doch natürlich täuscht dieses Bild auch hier. Alle Fynbos-Gebiete der westlichen Kapregion sind bedroht. Die einzigartigen Pflanzen sind aufgrund der immer weiter fortschreitenden Ausweitung menschlicher Aktivitäten bedroht.
Viele der indigenen Pflanzen des Kap sind in Südafrika bereits ausgestorben. Welche – in diesem Falle positive – Ironie der Geschichte, dass der Botanische Garten in Kirstenbosch als Zentrum des Schutzes der südafrikanischen Pflanzenwelt heute von Reimporten aus Europa profitiert. Dort gedeihen in Gärten und Parks vor mehr als hundert Jahren eingeführte Arten, die in ihrer ursprünglichen Heimat nicht überlebt haben.


Außerhalb des Nationalparks widmet man sich natürlich auch den Badefreuden – zumindest im Sommer. Im Spätherbst (Anfang April) während unseres Besuchs war es zu kalt.

Nur für ein Eis ist es nie zu kalt. Nur ein paar Kilometer östlich des südlichsten aller afrikanischen Orte sollte es in Arniston auch noch ein paar historische Fischerhäuser geben. Die gibt es tatsächlich. Und die Mehrzahl wird auch heute von einfachen Leuten bewohnt.
Da der neue Teil von Arniston aber auch Urlaubsort mit Strandhotels ist, dürften die Tage der eingesessenen Bewohner dieser malerischen reetgedeckten historischen Gebäude gezählt sein. Vor dem einen oder anderen Haus parkten schon dicke Luxuslimousinen aus Kapstadt.


