Am ersten April 2017 – Aprilscherze sind in China unbekannt – wurden nicht nur die Bärte in Xinjiang reguliert. Der „Kopfschmuck“ auf dem Titelfoto stand dabei wahrscheinlich nicht im Mittelpunkt des Interesses der auf Stabilität bedachten Regierung der Autonomen Uyghurischen Region Xinjiang. Obwohl… Ist das nicht eine Vorkehrung für gewalttätige Auseinandersetzungen? Wen würde es wundern, wenn eines Tages in Xinjiang zumindest bestimmten Bevölkerungsgruppen auch das Tragen von Schutzhelmen verboten würde.

In jedem Fall ist das Tragen von Schleiern und das Gesicht zu stark bedeckenden Kopftüchern nach Han-chinesischer Lesart eine weitere Manifestation von Extremismus und als solche nunmehr ebenfalls verboten. Alle öffentlich Angestellten sind aufgerufen, Extremistinnen beim Betreten von Bahnhöfen, Flughäfen und öffentlichen Gebäuden dazu zu überreden sich zu enthüllen.
Gefahr lauert überall. Schließlich drohen schon kleine Kinder indoktriniert zu werden.

Wen wundert’s. Allein das Kleid der Oma ist schon ein politisches Statement. Ist das ein traditionelles Muster oder sollen hier die allgegenwärtigen Überwachungskameras an der Fokussierung gehindert werden?
Andere stellen das geschickter an und täuschen vor, sich nur vor der Sonne schützen zu wollen. Das offene Lächeln ist ganz sicher nur geschickte Tarnung….


Wozu die ganze Verhüllung? Die fortschrittliche Frau zeigt ohnehin Haut und Haar. Wenn auch zuweilen mit gewöhnungsbedürftiger Ästhetik.


Und auch ältere Semester demonstrieren den Sicherheitskräften, dass ein Kopftuch durchaus Kopfschmuck und nicht extremistische Manifestation sein kann.

Wie ist nun der Kopfputz dieser Damen zu bewerten?

Achtung, Kriegsbemalung:

Raffiniert gerafft und verschleiernd gelacht…