In der nicht allzu weit zurückliegenden Vergangenheit war Jiya ein eigenständiges Dorf. Heute muss man den Ort als Vorort des wachsenden modernen Hotan ansehen. Gemeinhin als Seidenmanufaktur bezeichnet versteckt sich hier auch für örtliche Taxifahrer schwer auffindbar ein kleiner Betrieb, der auf traditionelle Art Seidenstoffe mit eben solchen Mustern herstellt.

Nett und ruhig gelegen und um einen verwilderten Garten herum gruppiert wirken die einzelnen Produktionsstätten der Manufaktur eher wie ein lebendiges Museum, in dem alle Produktionsschritte vom Seidenfaden bis zum fertigen Stoff auf historischen Maschinen vorgeführt werden. Jedenfalls hatten wir den starken Verdacht, dass man hier vor unserem Eintreffen mehr mit der Kleinkindbetreuung beschäftigt war und die Arbeit an den Maschinen nur so lange betrieben wurde wie wir hinsahen 😉