Abseits der beiden Touristenhauptstraßen gab es in Pingyao noch Vieles zu entdecken, das den Status des Städtchens als Weltkulturerbe rechtfertigt. Vieles schlummert im Verborgenen und erfordert mehr Zeit als ein Halbtagesbesuch bietet. Da sind z.B. diese Steinfiguren, die einst wohl häufig Säulen krönten, die als Pferdeparkplatz fungierten.
Oder Einblicke in Höfe, die einen Eindruck davon vermitteln, wie das wohlahabende Bürgertum einst lebte. Auch jenseits der museal aufbereiteten Banken gibt es eine Reihe von restaurierten Anwesen, die privat bewohnt sind oder Firmen beherbergen.


Besonders interessant sind die Gebäude, die noch Hinweise auf ältere Wohnformen geben. Dieses Haus, obwohl in der flachen Ebene und mitten in der Stadt errichtet, erscheint mit seinen Rundbögen wie ein traditionelles Höhlenhaus, wie es auch heute noch in den Löß gegraben wird.


Manchmal ist schwer zu unterscheiden, was alt und was neu ist. So sah etwa der Blick aus unserem Hotelzimmer in einem modernisierten traditionellen Hofhaus. Uns gefiel, dass man auf alte Bauformen zurückgriff, allerdings auf antikisierende Lackierung verzichtete.

In anderen Fällen ist das nicht zu klar erkennbar.
Diese „Deko“ ist ganz bestimmt nicht für Touristen…
Mal muss man nach oben schauen.
Mal hat man die kleinen Entdeckungen unmittelbar vor der Nase.
Und dann wieder großes Kino, pardon: Schattenspiel.





