Das würde mich im Hightech Staat Singapur aber auch irritieren, wenn ich dort kein WLAN hätte…
Aber darum soll es hier eigentlich gar nicht gehen. Themaverfehlung, falsche Fährte. Hier gehts jetzt um den kreativen Einsatz von Farbe und Form in der Architektur. Beginnen wir mit Lochblech in Rostbraun als Sonnenschutz.

Noch nicht spektakulär, zugegeben. Auch The Pinancle@Duxton im Stadtviertel Tanjong Pagar könnte man auf den ersten Blick für unspektakulär halten.

Doch die 52 Stockwerke in sieben miteinander verbundenen Wohntürme haben es in sich. Erstmal handelt es sich um öffentlichen, staatlich finanzierten Wohnungsbau.

Wie in Singapur üblich wurden die Wohnungen während des Baus einzeln verkauft und erzielten absolute Rekordpreise.

Was dem Gebäudekomplex Weltruhm und diverse Preise einbrachte, sind die sogenannten Himmelsgärten, die die sieben Türme auf Höhe des 26. und des 50. Stockwerk miteinander auf 500 m Länge verbinden. Während die 26. Etage nur den Bewohnern zugänglich ist, kann den Himmelsgarten im 50. jeder für die Kleinigkeit von fünf Singapurdollars besichtigen – eine wirklich lohnende Ausgabe.

Der ultimative Ort für einen Sundowner, sofern das Wetter mitspielt. In jedem Fall hat man einen grandiosen Rundblick, hier z.B. auf ein anderes interessantes Gebäude in der Nähe: Das 193 m hohe, rote Oasia Hotel.

Seine durchbrochene Fassade ist fast bis zum obersten Stockwerk begrünt. Der Pool bekommt zwar wenbig Sonne ab, wirkt auf dieser Höhe aber schon spektakulär.

Das Nonplusultra in Sachen Formfaktor dürften jedoch die von Daniel Libeskind designten Appartmenthäuser Reflections at Keppel Bay sein.
Durchaus kreativen Umgang pflegt man in Singapur auch älteren Gebäuden, die aus irgendwelchen Gründen als schutzwürdig gelten und dennoch der modernen Stadtentwicklung im Wege stehen.

Man beachte vor allem das Aufgreifen der Farbigkeit des altem in den Säulen des neuen Gebäudes…
Um Farbe im Stadtbild ist man inzwischen an verschiedenen Orten im Stadtstaat bemüht.
Nein, ich wollte die Aufmerksamkeit keineswegs auf den gelben Rock lenken, auch nicht auf die grellen Schnürsenkel oder die Fahrräder – die hatten wir ja schon. Hier geht es unverkennbar um die Feuertreppen im Hintergrund.



