
Überall blüht es Anfang Juni im Finistère. Besonders entlang der zerklüfteten Küstenabschnitte breiten sich vielfältige Blumenteppiche aus.

Selbst ganz am Ende der Welt in Sichtweite der Pointe du Raz dominieren zarte Blüten wo wir Sturm erwarteten.

Wilde Küsten waren was wir erwartet hatten, nachdem wir vor ein paar Jahren die Granitküste im Norden der Bretagne besucht hatten. An einigen Orten konnten wir uns durchaus vorstellen, wie es wohl bei heftigen Winterstürmen aussehen muss.


Das Finistère hat viele Gesichter. Welle, Wind, Felsen und Strand gehen über in Teppiche von Stechginster, Farn und Heide.




Und schon wenige hundert Meter von der Felsenküste entfernt erstrecken sich Wiesen, Felder und Wälder. Hier vergisst man schnell, dass die rauhe Felsenküste nur einen Steinwurf entfernt ist.
Besonders entlang der Südküste finden sich malerische und windgeschützte Fjorde und Flussmündungen, in denen Segler und Austernzüchter dominieren.
An den weiten Sandstränden mit noch verhaltenem Südsee-Feeling regiert die Leere. Vom Massentourismus, der mit französischen Sommerferien alljährlich über diese Region hereinbricht wie eine Flutwelle, ist Anfang Juni noch wenig zu erahnen.






