Das Titelbild sagt fast alles. Der Abstecher ins Landesinnere war kurz, und wir sind zurück an der Westküste. Kaum zwei Stunden nach der Straßenschweinerei und einem mittäglichen Picknick in klarer Luft und im Schatten riesiger alter Bergkiefern kam das Meer und damit auch Porto mit seinem historischen Wachturm aus der Zeit der genuesischen Besetzung in Sicht.

Dieser Turm ist allerdings auch das einzig historische in dem kleinen Hafenort, der vor dem Einzug von Touristenmassen gar keiner war. Der „Ort“ besteht ausschließlich aus Ferienquartieren aller Art, der Campingplatz unserer Wahl eingeschlossen.

Porto selbst lockt daher auch niemanden. Die Küstenstraße, die auf nicht einmal 12 Kilometern südwestlich nach Piana führt, ist hier der große Renner.



Theoretisch dauert die Fahrt durch die Calanches de Piana ganze 23 Minuten. Ende Mai ist das sogar durchaus realistisch. In der Ferienzeit stehen hier jedoch Pkws, Camping Cars und Reisebusse Stoßstange an Stoßstange. Eine Blechlawine der Extraklasse, die hier dann die Luft verpestet. Allein der Gedanke daran lässt nur noch an Flucht denken.


Ruhe, Entspannung, Naturgenuss? Fehlanzeige. Da diese zerklüftete Küstenlinie mit ihren bizarren rot schimmernden Felsen natürlich auch vom Meer aus ein echter Hingucker ist, stauen sich dort im Sommer natürlich auch die Ausflugsboote. Eine Kajaktour entlang dieser Steilküste in der Off-Saison, das wäre aber mal was!