Es darf bezweifelt werden, dass der Blick durch das Hinterteil eines frisch gehäuteten Fettschwanzschafes in sein Inneres auf den durchschnittlichen Mittel- oder Nordeuropäer appetitanregend wirkt und ihn zu einem Imbiss in diesem Etablissement anregt.

Uns hat das nicht geschreckt. Nach Hammelsuppe in Emailbechern war uns zwar nicht, aber der typische uyghurische Lamm Pilaw ist immer und eigentlich ohne Ausnahme köstlich.


Ich muss aber zugeben, dass wir meist die „vegetarische“ Variante bevorzugten, in der zwar der volle Geschmack, nicht aber fettige Hammelstücken und viele Knochen stecken.



Besonders lecker sind die leicht angebackenen Teile vom Pfannenboden…
Die folgende Zubereitungsvariante von Lammfleisch ist mehr nach meinem Geschmack. Damit es richtig lecker ist, werden auch hier ganz bewusst ein paar Stücke reines Fett aus dem Schwanz zwischen das Fleisch auf den Kebabspieß gefädelt. Heiß und fettig! Aber lecker, mit viel Chilli und Kreuzkümmel.
Die uyghurische Jugend bevorzugt die schnellimbisstaugliche Variante des superscharfen Feuertopfs aus Sichuan. Alle denkbaren Dinge werden dazu auf Spießen in eine brodelnde Chillibrühe getaucht und im Handumdrehen gegart.
