Das ist die Gleichung, nach der die von Gebeten begleitete kultische Umrundung buddhistischer Tempelanlagen für besonders streng gläubige tibetische PilgerInnen funktioniert.



Dieses rituelle Ausmessen des Umfangs der heiligen Stätte ist jedoch keinesfalls auf Tempel und Klöster beschränkt. 1993 konnte ich diese tiefe Religiosität auch bei der Umrundung des Kailash in Westtibet beobachten, immerhin ein Weg in 4500-5600 m ü.M., den wir damals auf dem Zahnfleisch gehend in drei Tagen zurücklegten. Tibetische Pilger, die den Pilgerpfad mit ihrem Körper ausmaßen, benötigten für eine Umrundung zwei Wochen, hieß es.
In Labrang ging das schneller, war aber für einige doch eine ziemlich große Herausforderung.
Für die Jüngeren war das Unterfangen zwar weniger schmerzhaft, gezeichnet waren jedoch auch sie.
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