Nun aber! Mehr als vier Jahre, eine Pandemie und drei Coronainfektionen später mache ich mich endlich wieder daran, meinen Blog weiterzuführen. Heute ist der 24. März 2024. Vor drei Jahren hatte der Lockdown begonnen… Aber jetzt beame ich mich zurück in die Zeit vor Corona: 15.10.2019, 19:30 Ankunft auf Bali in Denpasar nach einer geradezu luxuriösen Anreise in der Business Class der Turkish Airlines von Berlin über Istanbul. Vor uns liegen zwei Tage mit Traudl und Karl in Jimbaran. Entschleunigen. Ankommen.

Vor uns liegen vier Monate in Asien, eine lange Auszeit, die ich schon vor Jahren nehmen wollte. Nun bedurfte es erst eines Burnout, um meinen ach so sehr auf die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie, freizeit und Gesundheit bedachten Arbeitgeber dazu zu bringen, meine über Jahre angesammelten Arbeitszeitguthaben im Rahmen der gesundheitlichen Wiedereingliederung in einem Stück abbauen zu dürfen. Das Wort Sabbatical war vor ein paar Jahren noch ein rotes Tuch, und man wollte um nichts in der Welt „Präzedenzfälle schaffen“.

Nun war diese Kärnerarbeit aber geschafft, wir waren auf bali angekommen, und es hieß erst einmal zwei tage ausspannen und sich dem süßen Nichtstun hinzugeben. Nichtstun – etwas, was sonst auf unseren Reisen eher in homöopathischen dosen integriert ist. Und auch in den kommenden vier Monaten in Asien sollte es nicht anders weden. Viele wollten es kaum glauben: Auf Bali gab es für uns keinen einzigen Tag am Strand, und im Meer waren wir lediglich mit den Füßen…

Nach zwei Tagen mit frühmorgendlichen Spaziergängen, Obstfrühstück, langen Gesprächen, australischem Weißwein (nie wieder! Solch einen Brummschädel nach nur zwei Gläsern hatte ich lange nicht mehr!) und Abendessen am Strand als zuschauer romantisch inszenierter hochzeitsfoto Shootings waren wir dann auch schon wieder unterwegs zu neuen Ufern – Java.
