

Keine Angst, die beiden älteren Herren sind harmlose Transportunternehmer, sprich Rikschafahrer, die sich am Morgen für ihr Tagewerk bereitmachen. Der Titel bezieht sich auf unser nettes Hotell in Yogya mit der geilen Anschrift Jalan Gerilya – also Guerillastr. – Nr.629. Von hier aus machten wir uns nach einem kräftigenden frühstück auf den Weg die Stadt zu erlaufen. Unser Ziel war die Umgebung des Marktes von Kotagede, um uns dort erst einmal im Batik Paradise mit Sarongs auszustatten, die wir im Laufe der Reise überall brauchen würden… Fünf Kilometer zu Fuß sollten selbst in Äquatornähe kein Problem sein. Jedenfalls kein Grund, schon am ersten Morgen etwas zum Einkommen der örtlichen Fuhrunternehmer beizusteuern.

Also stiefelten wir los. Nach 20 Minuten überquerten wir einen dunklen Wasserlauf und sahen mitten in dem Flüßchen in einiger Entfernung einen Mann, der wohl etwas für sein Mittagessen tat. Ob das so gesund war, darüber wollten wir uns in diesem Moment nicht wirklich Gedanken machen.
Als nächstes stolperten wir dann über ein Beispiel seriellen Bauens, das ja inzwischen auch in Deutschland zumindest in aller Munde ist, wenngleich es bislang wohl kaum stattfindet. Aber warum soll man nicht auch Dächer von Minaretten und ganzen Moscheen aus Blech in Serie fertigen?

Unterwegs gab es noch diverse Angebote für ein zweites Frühstück. Besonders die künstlerische Gestaltung des Fruchtsalats machte uns an. Fanta und Fernsehen waren nicht so unser Ding. Aber das alte Röhrengerät in der Ecke diente wohl auch insgesamt mehr der Unterhaltung des Besitzers als der Kundschaft, die wie überall ihre eigenen Bildschirme dabei hatte.
Letztlich landeten wir einige kilometer weiter in der Lobby eines Heritage Hotels, wo wir im Schatten schweißnass einen Tee schlürften, bevor wir die Stadtwanderung fortsetzten.





