Im Affenwald von Ubud gibt es auch – ja glaubt man’s – Affen. Mehr als 1.200 in zehn Gruppen auf etwa 12,5 ha. Aber dieses Stück Urwald hat neben Makaken noch deutlich mehr zu bieten, eine reiche Vielfalt an Pflanzen, darunter allein 115 Baumarten zum Beispiel.

Vor allem aber verschlungene Wege durch eine Welt der Geister und Dämonen Balis. Denn für die Bewohner des Dorfes Padangtegal hat der Wald große spirituelle Bedeutung – einmal abgesehen von der ökonomischen angesichts etwa 10-15.000 zahlenden Besuchern pro Monat…





Seit dem 14. Jahrhundert gilt dieser Ort, oder besser die drei hier befindlichen Tempel, als heilig. Der vielleicht wichtigste der drei ist der Pura Dalem Agung Padangtegal, der Ort für die Einäscherung der Toten des Dorfes, die zunächst in der Nähe innerhalb des Affenwaldes eine Erdbestattung erhalten und dann zu einem anhand des traditionellen Kalenders bestimmten glückverheißenden Tages exhumiert und in dem Tempel zeremoniell kremiert werden. Zwischen Beerdigung und Verbrennung können mitunter Jahre liegen.


Die Steinbildnisse, die sich über das Gelände verteilen, scheinen religiöse Bedeutung zu haben.Bei einigen kommt allerdings der Verdacht auf, dass sie eher als Touristenattraktion geschaffen wurden…
Und dann sind da ja auch noch die Affen.
