Wo genau wir hier nach einem Besuch auf dem Markt von Gianyar hereingeraten waren, ist uns bis heute noch nicht vollständig klar… Es war keine der üblichen Prozessionen rund um eine Pujy im Tempel, soviel steht fest. Dass es dabei um einen toten ging, war uns auch schnell bewusst. Aber ob es sich um einen Gedenktag, eine Bestattungsfeier oder eine Kremation handelte? Wir wissen es nicht.


Aus welchem Grund der kleine Junge dieses weiße mythologische Tier aus Pappmaché mit Löwenkopf ritt, für den vorauseilende Leute mit endlos langen Bambusstangen zunächst die querhängenden Stromkabel hochheben mussten, damit kein Unglück geschieht, wir wissen es nicht.

Den einzigen Hinweis auf Alter und Stellung der verschiedenen Person gab die Aufschrift auf der Rückseite der weißen T-Shirts der männlichen Teilnehmer des Zuges: Veteran Pejuang Kemerdekaan – Veteranen der Unabhängigkeitskämpfer.

Das sind alle, die an der indonesischen Revolution von 1945 bis 1949 auf der richtigen Seite teilnahmen, alle vom Mannschaftskoch bis zum Spion. Sollte die hier geehrte Person also erst kürzlich verschieden sein, dann jedenfalls nicht verfrüht…


