Nur 13 Kilometer nördlich von Ubud, dem touristischen und kulturellen und kommerziellen Zentrum in Zentralbali befinden sich in traumhaft grüner Landschaft der region Tampaksiring gleich mehrere Tempel, die das reinigende Bad in Quellwasser ins Zentrum ihrer rituellen Praxis stellen. Zwei davon haben wir besucht, die unterschiedlicher kaum hätten sein können.

Der erste der beiden Tempel war der Pura Gunung Kawi Sebatu, der im 10. Jahrhundert gegründet wurde und Vishnu und Saraswati gewidmet ist. Daneben existieren auf dem Tempelgrund aber auch zahlreiche Schreine, die weiteren Göttern und dem Ahnenkult zugeordnet werden müssen.

Bekannt ist die Tempelanlage in erster Linie für die reichen Holzschnitzereien, die offenen Hallen und Schreine schmücken. Das Dorf Sebatu gilt als ein Zentrum des Schnitzhandwerks.



All das ist jedoch nur schmückendes Beiwerk. Im Zentrum steht das Wasser, eine heilige Quelle und deren reinigende Kraft.

Strikt getrennt nach Männlein und Weiblein wird hier von Gläubigen das rituelle Bad in fast meditativer Ruhe vollzogen. Als wir den Tempel besuchten, waren nicht einmal eine Handvoll praktizierender Hindus dort zugegen. Touristen trafen wir hier gar nicht. Die waren alle ein paar Kilometer weiter im zweiten Wassertempel unserer Tour…

Einige der funtional-dekorativen Elemente ließen wie auch schon in anderen Tempeln auf Bali gewisse stilistische Einflüsse erkennen, die ihren Ursprung wohl eher nicht irgendwo im südostasiatischen Raum haben.
