Unsere nächste Station hieß Labrang, größte und einflussreichste tibetische Klosterstadt auf chinesischem Gebiet außerhalb Tibets. Heute zur Stadt Xiahe in der Provinz Gansu gehörend liegt der 1709 gegründete riesige Klosterkomplex in der tibetischen Region Amdo auf 2800 m.ü.M. und ist heute mit seinen mehr als 2000 Mönchen und den zahlreichen statistisch nicht erfassten Novizen wieder ein bedeutendes Zentrum der Gelugpa (Gelbmützen), beherbergt eine religiöse Universität mit sechs Fakultäten beherbergt und zieht entsprechend viele Pilger an. Und letztere ziehen dem buddhistischen Brauch folgend zunächst (mehrfach) um die Tempelstadt herum (immerhin 4 km), um dann weiterhin immer wieder einzelne Tempel zu umrunden und dabei die Gebetsmühlen in Bewegung zu halten – das Rad der Lehre soll schließlich nie still stehen, Und das alles immer streng im Uhrzeigersinn. Man konnte sich also einfach irgendwo entlang des Prozessionsweges positionieren und das Treiben beobachten – Langeweile kam dabei nie auf:




Achtung, im nächsten Bild mal ganz genau auf den Mundschutz achten:

Wer hätte hier Bayern München Fans erwartet?!
Wahrscheinlich weiß die gute Frau aber gar nicht, woher das hübsche bunte Logo stammt…

Auch die einzelnen Tempel des inneren Bezirks werden immer wieder umrundet.



Während sich die Pilger dem buddhistischen Brauch entsprechend an den Uhrzeigersinn halten, …
… gibt es doch Geschöpfe, die sich hier gründlich daneben benehmen.
Es ist kaum anzunehmen, dass es sich bei dieser Katze im Schatten um eine Anhängerin der Bön-Lehre handelt, welche die Umrundung von Heiligtümern entgegen dem Uhrzeigersinn vorsieht. Vielmehr dürfte sie wohl darauf hoffen, dass eher mal ein Leckerli abfällt, wenn sie den Pilgern entgegen schleicht…



