Auch wir wollten einmal an die schöne Adria, Sehnsuchtsort der Teutonen seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Also machten wir Fano zur nächsten Station unserer Italienischen Reise. In der Vorsaison einen geöffneten Campingplatz zu finden, war ein gar nicht so leicht zu lösendes Problem. Der Campingplatz südlich von Fano liegt günstig wie wenige an der flachen Küste – direkt am Meer. Die meisten anderen Campingplätze liegen nicht am Meer. Vielmehr sind sie zwischen Bahnlinie und Strada Nazionale Adriadica Sud eingeklemmt und haben – wenn man Glück hat – einen Zugang zum Strand durch einen Tunnel unter den Bahngleisen! Idyllisch. Aber auch der von uns ausgewählte Stellplatz war weit vom ruhigen Ideal entfernt, das wir uns dafür wünschen. Hier war auf der einen Seite der Strand und auf der anderen direkt hinter dem Zaun die Bahnlinie. Und diese ist wirklich stark befahren…
Weder die Temperaturen noch unsere Vorstellung vom Reisen luden zum Bad im Meer oder zum Herumlungern am graubraunen Sandstrand ein. Einzig eine kurze Paddeltour zur nächsten Zusammenballung von Strandrestaurants (von denen die wenigsten geöffnet waren) kam in Frage. Was tut man also in einem solchen Fall? Man macht eine Rundfahrt durchs Hinterland.
Erste Station: Corinaldo, ein Bergnest mit Blick auf die umliegenden Hügelorte und ein paar netten Fotomotiven.


Station zwei: Die Abtei Fonte Avellana, nett in der grünen Natur der Berge versteckt, super geeignet für einen rustikalen Mittagsimbiss in der benachbarten Schenke, aber ansonsten absolut unspektakulär.


Station drei: Cartoceto, ein Städtchen, das auch ohne herausragende Sehenswürdigkeiten zum Flanieren einlädt.



Letzte Station: Fano, das nur wenige Kilometer nordwestlich unseres Nachtquartiers liegt und trotz römischer Geschichte nett aber unspektakulär ist. Immerhin sind ein Stadttor und eine interessante und komplett eingebaute Ruine aus der Zeit des Römischen Reiches zu sehen.
Interessante Details gibt es ja überall, und sei es nur der örtliche Heimwerkerbedarf…
Am Ende des Tages schließt sich der Kreis mit einem Blick auf den Adriastrand im versöhnlichen Abendlicht (übrigens wie auch das Titelbild aus dem Handy meiner Frau!). In der Hochsaison möchte ich hier aber auch nicht sein.







