Ein Museum für ein einziges Fresko. Das muss etwas gang besonderes sein. Also auf nach Monterchi, ein kleines Nest 20 km östlich von Arezzo.
Es erwartet uns die schwangere Madonna, die Madonna del Parto, von niemand anderem als Piero della Francesca. Also Etappe Nummer Zwei auf unserer kurzen pilgerreise durch das werk des Autors.
Alles (fast alles) wichtige, was zu sagen ist zur Geschichte und zum Inhalt des Freskos, gibt die Website des Museums für dieses eine Bild preis. Konzentrieren wir uns also auf die Betrachtung des Werks selbst. Und man kann trotz des ersten Eindrucks, alles mit einem kurzen Blick zu erfassen, tatsächlich eine ganze Menge Zeit in diesem Museum mit dem Freasko verbringen…

Was nicht auf der Museumswebseite steht: Die beiden Engel, die zu Füßen Marias den Baldachin offen halten, sind – von ihrer Farbigkeit einmal abgesehen – absolut identisch, nur spiegelverkehrt. Piero hat sie mit ein und demselben Lochkarton auf die Wand gebannt, lediglich den Karton beim zweiten Engel umgedreht…
Und weils so schön ist, hier gleich noch einmal das Antlitz Mariechens – und eine zeitgenössische Interpretation auf einer Hauswand in Sansepolcro, dem nahen Geburtsort Pieros.







