Klosteralltag
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Labrang war und ist heute wieder – wenn auch zu den Bedingungen der KP Chinas – eine der sechs größten und wichtigtsen tibetischen Klosterstädte. Zugleich handelt es sich seit ihrer Gründung im frühen 18. Jahrhundert um eine religiöse Universität. Lebten in der Blütezeit mehr als 5.000 Mönche hier, so sollen es heute nach der Kulturrevolution und fortgesetzter Unterdrückung immerhin wieder 2.000 sein, die hier mit dem Segen der kommunistischen Partei lehren, studieren und beten.


Auf den ersten Blick fallen die imposanten Tempelgebäude und auch die Pilger ins Auge, die diese in kaum einmal abreissenden Strömen im Interesse ihres Seelenheils unermüdlich umrunden – oder sich auch mal ausruhen…


Aber 2.000 Mönche haben – wie jeder andere auch – ein Alltagsleben, selbst wenn dieser in der Gelugpa-Schule gewissen Einschränkungen unterliegt… Als Reformorden mit gestrenger Moral gegründet schreiben die Gelbmützen bis zum heutigen Tage ihren Mönchen den Zölibat vor. Denoch, 2.000 Mönche müssen irgendwo wohnen.

So aufgeräumt sich heute der sakrale Teil der Klosterstadt den Pilgern und vor allem den Touristen darbietet, so rudimentär wirken mitunter die Wohnquartiere, für die jeder Mönch oder kleine Gruppen selbst verantwortlich sind.


Da muss eingekauft werden, und geheizt werden muss schließlich auch. Auch wenn die Sonne hier blendend scheint, es war bitterkalt.


Vor allem aber haben die Jungs scheinbar eine ganze Menge Freizeit, die rumgebracht werden will…
… zum Beispiel mit Sport und Spiel.
Manchmal wirken sie schon ziemlich diesseitig und wenig vergeistigt…

Und tschüß.
