… kommt oft. Und meist sind damit die schönsten Erlebnisse auf Reisen verbunden. Das galt schon für den javanischen „Karnevalsumzug“, in den wir in Yogya praktisch hineingestolpert waren und von dem wir all unsere Pläne für diesen Tag nur allzu bereitwillig über den Haufen werfen ließen…
Ob es sich bei einem lokalen Tempelfest auf Bali nun allerdings um ein unverhofftes Ereignis handelt, darf angesichts der schieren Zahl derartiger Feste und Zeremonien rund ums Jahr bezweifelt werden. An diesem tag war es zumindest für uns unverhofft. Auf dem Weg vom Pura Luhur Batukaru standen wir unvermittelt an einer Straßenkreuzung mitten drin im Geschehen. Da gab es nur noch eins: Motorrad abstellen, gucken, gucken, noch mehr gucken und ein paar Fotos machen. Schade nur, dass es absolut nicht möglich war zu erfahren, was dort zeremoniell gefeiert wurde. Aber dieses Problem hatten wir überall und immer auf Bali. Leider.

Jung und alt hatten sich mächtig herausgeputzt und waren sichtlich in Feierlaune. Bei den Frauen und Mädchen dominierte klar das schon bekannte Weiß und Gelb so wie schon mehrfach erlebt in den wenigen Tagen, die wir auf Bali waren. Wo davon abgewichen wurde, erntete frau schon mal einen kritischen und mißbilligenden Blick (aber vielleicht hatte der auch einen ganz anderen Grund). Beim männlichen Teil der Bevölkerung war es weiß und schwarz-weiß kariert. Ein schwarzes Hemd blieb Funktionsträgern/Respektspersonen vorbehalten (vielleicht ein Brahmane?)

Jedenfalls hatte der Herr im schwarzen Hemd es in der Hand, wann wer Einlass in den Tempel erhielt. Wie üblich blieb uns das verwehrt. Wir versuchten es erst gar nicht… es gab ja auch sonst in der Straße vor den Toren des Pura Pesimpangan Batukaru reichlich zu sehen.
Und mit den grimmigen Wächtern dieses Tempels wollten wir uns auf gar keinen Fall anlegen!



















