
Ist das noch Singapur, das Singapur, das Pflanzen nur als ziemlich sterilen Rasen zwischen den Hochhausblöcken, geschützt im Botanischen Garten oder kunstvoll angelegt in den Gardens in the Bay und neuerdings vermehrt als Fassadenbegrünung kennt? Klar ist das Singapur, nur findet ja kaum ein Tourist den Weg aus der Orchard Road, China Town, Little India, Arab Street… heraus. Aber es gibt sie noch, die Orte, an denen die stehen geblieben scheint und die Natur regiert. Zugegebenermaßen oft weit weg an der Peripherie. Aber wenn man öfter in der Stadt zu Gast war und auch mal etwas mehr Zeit hat, dann lohnt sich der Weg z.B. auf das kleine Inselchen ganz im Osten, jenseits des Flughafens – Pulau Ubin.
Wir taten was hier alle tun. Wir mieteten nach der Ankunft mit der Fähre zwei Fahrräder (da sind sie wieder!) und radelten in den Dschungel. Dabei erlebten wir keine großen Abenteuer, wenn man einmal davon absieht, dass ein übler Tropenregen einsetzte, wir lesend eine ganze Weile unter einem Schutzdach ausharrten, langsam zu frösteln begannen (ja das geht auch in Äquatornähe), es schließlich leid waren, einen Kleinbus herbeitelefonierten, die Fahrräder darin verluden, uns zu Fahrradvermieter und Fähranleger zurückfahren ließen und als Zugabe vom Fahrer auch noch diverse Inselanekdoten erzählt bekamen… Ansonsten gab es unspektakuläre tropische Natur und ein paar kleine Überraschungen.
Mangroven hatten wir erwartet.

Na gut, mit einem solchen Schuppentier war zu rechnen.

Auch dass es in dieser Weltgegend Warane von beachtlicher Größe gibt, war uns bekannt. Schließlich hatten wir einen ganz überraschend vor Ewigkeiten in einem Kanal mitten in Malakka und dann gleich mehrere auf Pulau Perhentian Kecil gesehen…


Dieses uns wohl bekannte Geflügel war in dieser Umgebung jedoch wirklich exotisch.

Wir hatten Hühner jedenfalls noch nie im Urwald bzw. am Meer gesehen…

Vom Matschhummer haben wir leider keine Fotos, denn der lebt – wie der Name eben sagt – in meterhoch aufgeworfenen Matschhügeln im Mangrovenwald.
