Überflieger
Asia, Travel aerial view, Asia, China, desert, Gansu, Geography, Geology, topography
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Meist interessiert mich nicht sehr, was vom Flugzeug aus zu sehen ist. Auf Interkontinentalflügen nach und von Asien versuche ich so lange wie irgend möglich zu schlafen, da es lange ohnehin durch die Nacht geht. Von Guangzhou über Ürümqi nach Kashgar führte der Flug allerdings bei überwiegend klarem Wetter über die faszinierende Gebirgs- und Wüstenlandschaft Westchinas.

Es begann recht unspektakulär, wurde aber spätestens interessant, als wir über die Lößhochebene mit ihren terrassierten Feldern flogen, die auch aus 10.000 m Höhe gut erkennbar waren.
Riesige Projekte der kommerziellen Landwirtschaft in der Halbwüste waren aus dem Flieger ebenso gut zu erkennen wie Windparks.


Erste Schneegipfel zeugten von der Höhe der Bergrücken ebenso wie vom nahenden Winter.

Auch mit größter Mühe gelang es mir leider nur einige wenige fotografierte Orte mit Hilfe von Google Maps zu identifizieren – zwischen Qinghai See unten rechts und Ürümqi oben links auf der Karte.

Um genauer zu sein: Alle Orte liegen im westlichen Teil der Provinz Gansu. Da ich rechts im Flieger saß, reichte der Blick je nach Flugrichtung von Osten über Nordosten nach Norden.

Die Serie startet mit einer großen Solarenergieanlage etwas nordwestlich des ersten großen unbenannten Stausees des Changma Flusses, die auf dem Satellitenbild von Google noch nicht existiert.

Es geht weiter mit dem Verlauf des Changma Flusses, etwa dort, wo die Kreisstraße X414 ihre Richtung im rechten Winkel von Westen auf Norden wechselt.

Dann ein Bild des Kreises Changma mit dem gleichnamigen Stausee (in der Satellitenansicht von Google Maps kann man so weit hinein zoomen, bis auf der Staumauer der Name des Stausees zu lesen ist).

Es folgt ein Bild der Schwemmebene des Changma, wo er letztlich in der Wüste versiegt.
Weiter westlich eine weitere Schwemmenbene einiger kleiner saisonaler Flüsse. Hier scheint aber schon sehr lange kein Wasser mehr geflossen zu sein.
Einige Flugminuten weiter nördlich kann man in der Bildmitte mit etwas gutem Willen den noch natürlichen Lauf des Flusses Shule erkennen. Dahinter zieht sich ein Berghang mit endlosen Reihen von Windrädern.
Hier ist der Shule noch besser zu erkennen. Im Vordergund das „Dorf“ Nanliang, welches zum Kreis Xihu (recht oben im Bild) gehört. Mit aller Kraft wird der Wüste in Gansu und Xinjiang seit Jahrzehnten Ackerland abgetrotzt. Das Ergebnis ist nach ein paar Jahren leider sehr häufig die völlige Versalzung der Böden.
Hier fließt offensichtlich ab und an ausreichend Wasser die Hänge herunter, um dann im Wüstenboden zu versiegen und dort natürliche Vegetation zu ermöglichen. Unten rechts kann man das an den Punkten erkennen, bei denen es sich höchstwahrscheinlich um Bäume einer gut an die klimatischen Bedingungen angepassten Pappelart handelt.
Auch das die Spuren von Wasser, das die Hänge hinabströmte.
Zu guter Letzt noch zwei weitere Bilder von Schwemmebenen, deren Koordinaten sich durch Vergleich mit Google Maps feststellen ließen. Das Rot in den Aufnahmen gibt recht gut die natürlichen durch Mineralien hervorgerufenen Farben des Gesteins wieder. Das Grün ist leider dem Polarisationseffekt geschuldet…