Auf dem Weg zum heiligsten aller heiligen Tempel Balis kamen wir in ein Dorf, in dem gerade Vorbereitungen für ein religiöses Fest getroffen wurden – in zwei Wochen… Gut Ding will Weile haben. Und Eile kennt man wenig. Sehr sympathisch. Und es gibt ja auch noch viel vorzubereiten.

Alles ursprüngliche Handarbeit, Materialien direkt aus der Natur der unmittelbaren Umgebung. Das übt schon eine gewisse Faszination aus.
Dass in anderen Kulturen Anleihen genommen werden, ist ja üblich. Buddhismus und Hinduismus haben ursprüngliche, sicherlich animistische Religionen überlagert. Die gummiartigen Fleischbällchen haben als Bakso Einzug in die Küche gehalten und verleugnen mit ihrem Namen nicht einmal ihre Herkunft aus Fujian. Wen soll da noch überraschen, dass der schnöde Mammon in Form einer alten chinesischen Münze zum Glückssymbol geworden ist. Überhaupt scheinen neuere Anleihen überwiegend aus dem Reich der Mitte zu stammen.
Dass auch die steinernen Zeugen von Kultur, Religion und Geschichte nicht immer das sind was sie vorgeben zu sein, dieser Verdacht kam mir spätestens im Tirta Gangga… Steinskulpturen? Vielleicht doch eher Beton?!! Wenn sich aber die lebensgroße Wächterskulptur, die im ersten Foto noch zentnerschwer auf einem Sockel ruht, plötzlich geradezu unbeschwert davontragen lässt, dann schlägt das dem Fass doch den Boden ins Gesicht. Bleibt nur die Frage: Styropor oder Pappmaché?